Gemeinsam durch die schwere Zeit

Diese Wochen sind für uns Alle eine wirkliche Herausforderung und führt unsere Gemeindemitglieder in ganz unterschiedlicher Weise an Grenzen. Wir werden auf liebgewonnene Traditionen, Begegnungen vermissen oder eben auch den regelmäßigen Gottesdienst.

Nachfolgend möchten wir Ihnen einige Anregungen und Gedanken mitgeben.

Möglicherweise gibt es den Bedarf nach Austausch und Gespräch. Pfarrer Peukert steht Ihnen telefonisch unter 03425 / 925192 oder per E-Mail (pfr.kath-wurzen@freenet.de) für Gespräche zur Verfügung.

Wir werden an dieser Stelle auch über Gottesdienst-Übertragungen informieren.

Tag des Herrn

Der St. Benno Verlag möchte in diesen Zeiten die Kirchenzeitung TAG DES HERRN zur Ermutigung und Inspiration kostenlos als E-Paper anbieten und allen Gemeindemitgliedern kostenfrei und unverbindlich zur Verfügung stellen, die sich ein solches christliches und informatives Angebot wünschen.

Der TAG DES HERRN als E-Paper - Jetzt entdecken!

Kerze im Fenster

Als gemeinsames und sichtbares Zeichen regt die Pfarrei St. Pankratius in Oberhausen an, Abends um 19 Uhr eine Kerze im Fenster zu entzünden und das “Vater unser” zu beten.

Über die Idee und Initiative berichtet katholisch.de – vielleicht auch für unsere Pfarrei eine Möglichkeit, im Geiste und sichtbar verbunden zu bleiben. Und ein Foto von der brennenden Kerze in den sozialen Netzwerken verbinden dann zudem auf eine eigene Weise.

“Was bleibt?”

Das Magazin “Christ in der Gegenwart” stellt Gedanken zu den Auswirkungen des Corona-Virus an – der lesenswerte Text findet sich auf den Seiten von “Christ in der Gegenwart”.

Ebenso lesenswert sind die Gedanken von Matthias Horx auf der Plattform des Zukunftsinstituts. Dort schreibt er beispielsweise:

“Wir werden uns wundern, dass die sozialen Verzichte, die wir leisten mussten, selten zu Vereinsamung führten. Im Gegenteil. Nach einer ersten Schockstarre führten viele von sich sogar erleichtert, dass das viele Rennen, Reden, Kommunizieren auf Multikanälen plötzlich zu einem Halt kam. Verzichte müssen nicht unbedingt Verlust bedeuten, sondern können sogar neue Möglichkeitsräume eröffnen. Das hat schon mancher erlebt, der zum Beispiel Intervallfasten probierte – und dem plötzlich das Essen wieder schmeckte. Paradoxerweise erzeugte die körperliche Distanz, die der Virus erzwang, gleichzeitig neue Nähe. Wir haben Menschen kennengelernt, die wir sonst nie kennengelernt hätten. Wir haben alte Freunde wieder häufiger kontaktiert, Bindungen verstärkt, die lose und locker geworden waren. Familien, Nachbarn, Freunde, sind näher gerückt und haben bisweilen sogar verborgene Konflikte gelöst.
Die gesellschaftliche Höflichkeit, die wir vorher zunehmend vermissten, stieg an.”

Den vollständigen Text finden Sie hier.

Gedanken “über die Krise” hinaus

Pfarrer Peukert fand nachfolgende Gedanken von Tanja Draxler und möchte sie auf diesem Wege mit der Gemeinde teilen:

ES KÖNNTE SEIN…..
 
Es könnte sein, dass in Italiens Häfen die Schiffe für die nächste Zeit brach liegen, … es kann aber auch sein, dass sich Delfine und andere Meereslebewesen endlich ihren natürlichen Lebensraum zurückzuholen dürfen. Delfine werden in Italiens Häfen gesichtet, die Fische schwimmen wieder in Venedigs Kanälen!
 
Es könnte sein, dass sich Menschen in ihren Häusern und Wohnungen eingesperrt fühlen,
… es kann aber auch sein, dass sie endlich wieder miteinander singen, sich gegenseitig helfen und seit langem wieder ein Gemeinschaftsgefühl erleben. Menschen singen miteinander!!! Das berührt mich zutiefst!
 
Es könnte sein, dass die Einschränkung des Flugverkehrs für viele eine Freiheitsberaubung bedeutet und berufliche Einschränkungen mit sich bringt,
… es kann aber auch sein, dass die Erde aufatmet, der Himmel an Farbenkraft gewinnt und Kinder in China zum ersten Mal in ihrem Leben den blauen Himmel erblicken. Sieh dir heute selbst den Himmel an, wie ruhig und blau er geworden ist!
 
Es könnte sein, dass die Schließung von Kindergärten und Schulen für viele Eltern eine immense Herausforderung bedeutet,
…es kann aber auch sein, dass viele Kinder seit langem die Chance bekommen, endlich selbst kreativ zu werden, selbstbestimmter zu handeln und langsamer zu machen. Und auch Eltern ihre Kinder auf einer neuen Ebene kennenlernen dürfen.
 
Es könnte sein, dass unsere Wirtschaft einen ungeheuren Schaden erleidet,
… es kann aber auch sein, dass wir endlich erkennen, was wirklich wichtig ist in unserem Leben und dass ständiges Wachstum eine absurde Idee der Konsumgesellschaft ist. Wir sind zu Marionetten der Wirtschaft geworden. Es wurde Zeit zu spüren, wie wenig wir eigentlich tatsächlich brauchen.
 
Es könnte sein, dass dich das auf irgendeine Art und Weise überfordert, … es kann aber auch sein, dass du spürst, dass in dieser Krise die Chance für einen längst überfälligen Wandel liegt,

  • der die Erde aufatmen lässt,
  • die Kinder mit längst vergessenen Werten in Kontakt bringt,
  • unsere Gesellschaft enorm entschleunigt,
  • die Geburtsstunde für eine neue Form des Miteinanders sein kann,
  • der Müllberge zumindest einmal für die nächsten Wochen reduziert,
  • und uns zeigt, wie schnell die Erde bereit ist, ihre Regenaration einzuläuten, wenn wir Menschen Rücksicht auf sie nehmen und sie wieder atmen lassen.

Wir werden wachgerüttelt, weil wir nicht bereit waren es selbst zu tun. Denn es geht um unsere Zukunft. Es geht um die Zukunft unserer Kinder!!!