Willkommen, “Pfarrei St. Franziskus”!

Am 5. Mai feierten die Gemeinden “St. Trinitatis” Grimma und “Herz Jesu” Wurzen den Zusammenschluss zu der neuen Pfarrei: “St. Franziskus Wurzen”.

Nach einem intensiven Erkundungsprozess, der von Bischof Heinrich ausdrücklich hervorgehoben wurde, besiegelte er den Zusammenschluss der Gemeinden zu einer neuen Pfarrei in einem festlichen Gottesdienst.

Das laute und emotionale “Gloria” war gleichsam ein Ruf nach Aufbruch und Neubeginn. Wobei Bischof Heinrich in seiner Predigt klarstellte, dass das gegenseitige “Erkunden” weiter andauern wird.

Mit Blick auf den neuen Patron der Pfarrei, den heiligen Franziskus, führt der Bischof aus:

“Füreinander und aufeinander den Blick bekommen, aufeinander schauen und auch fragen – was braucht denn der Andere. Das kann man auf die Gemeinde beziehen: Was brauchen wir in Wurzen und Grimma, damit wir hier Christen sein können. Wie können wir uns gegenseitig stärken und stützen? Auch das ist der Blick, wie ihn Franziskus hatte. Aber nicht nur unter uns bleiben! Sondern auch in die Welt hinein schauen, in der wir stehen und leben: wer sind hier die Armen, wer braucht uns? Wem können wir mit unseren Möglichkeiten beistehen? Das ist Franziskus.”

Bischof Heinrich Timmerevers in der Festpredigt am 5. Mai 2019

Im Anschluss an den Festgottesdienst, in dem auch Pfarrer Uwe Peukert und Pfarrer Bernd Fischer in den Dienst gestellt, sowie das neue Siegel der Gemeinde übergeben wurde, kam die Gemeinde zu einem gemeinsamen Nachmittag zusammen.

Aufmunternde und begleitetende Grußworte – unter anderem von Bürgermeistern und Vertretern nahestehender Gemeinden – begleiteten die Gäste in den Tag. Elisabeth Fichtner, Vikarin u.a. in Naunhof und Trebsen, überreichte einen Walnuss-Baum mit den Worten: “Dieses Bäumchen ist auf evangelischem Boden gewachsen und soll nun auf katholischem Früchte tragen” und unterstrich – wie viele Redner*innen – die Nähe der Konfessionen.

Bei einem bunten Unterhaltungsprogramm kam die Gemeinde ins Gespräch. Auf unterschiedliche Weise wurde dabei immer wieder die Vielfältigkeit der unterschiedlichen Regionen aus der Pfarrei hervor gehoben. Bereits beim Festgottesdienst wurden unterschiedliche liturgische Gegenstände aus den unterschiedlichen Kirchen der neuen Pfarrei genutzt. Der Begegnung ging symbolisch ein “Umtrunk” aus Apfelsaft voraus, der gefüllt wurde von Vertretern der unterschiedlichen Orte.

Fleißige Helfer hatten sich ausgesprochen Mühe gegeben, den Tag sowohl inhaltlich, als auch kulinarisch zu gestalten und so klang ein Mai-Sonntag aus, der tatsächlich etwas wie “Aufbruch” für die neue Pfarrei bedeutete und den Ein oder Anderen “beseelte”.